vogelherd - grabung 1931
Ausgrabung 1931vogelherd - nachgrabung 2005
Nachgrabung 2005

Vogelherd
(Niederstotzingen-Stetten - Lonetal HDH)

Die Vogelherdhöhle liegt knapp unter einer Felskuppe und war bis zur Entdeckung von Steinwerkzeugen im Auswurf eines Dachsbaus nicht als Höhle bekannt. Sie hat zwei große und einen kleinen Eingang und wurde 1931 innerhalb von 10 Wochen vollständig ausgegraben.

Bei der Ausgrabung kamen erstmals in Deutschland eiszeitliche Kunstwerke aus der Zeit vor 40 000 Jahren zu Tage. Es wurden neun kleine, aus Mammutelfenbein geschnitzte Figuren, die zur ältesten figürlichen Kunst der Menschheit gehören, entdeckt. Dazu zählt eine kleine, meisterhafte Wildpferddarstellung, das Vogelherdpferdchen.
 
Da diese Ausgrabung nach heutigen Maßstäben sehr schnell durchgeführt wurde, bestand die Vermutung, dass dabei viele Funde übersehen wurden. Vor allem Schmuck fehlte unter den Funden. Deshalb wurde von 2005 - 2012 der Aushub dieser Grabung noch einmal durchgesehen. Dabei fanden sich wie erwartet sehr viele übersehene Objekte. Annähernd 400 Schmuckgegenstände konnten geborgen werden, außerdem zahlreiche weitere Figuren und Figurenfragmente. Insgesamt sind aus dem Vogelherd nun über 40 Figuren und Figurenfragmente bekannt, ebenso Fragmente von Flöten aus Vogelknochen und Mammutelfenbein.

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