Hohler Fels - Hütten
(Schelklingen-Hütten - Schmiechtal ADK)

Bei Hütten öffnet sich am südlichen Hang des Schmiechtales etwa 10 m über der Talsohle das Höhlentor, das 4 m breit und hoch ist. Die Höhle ist 5 m tief.

Im Sommer 1906 untersuchte R. R. Schmidt den Hohlen Fels als erste Höhle bei seinen systematischen Forschungen im Schmiech- und Achtal.

Im oberen, 40 cm mächtigen Humus kamen Funde aus dem Mittelalter, der späten Eisenzeit und der Bronzezeit zutage. Darunter folgten zwei Magdalénienhorizonte, die sich farblich unterschieden. Die Fundschichten erstreckten sich über den gesamten Höhlenboden und den vorgelagerten Abhang.

Die obere graue Magdalénienschicht wies mehrere kleine Feuerstellen auf. Unter dem spärlichen Steingeräteinventar überwiegen Rückenspitzen und Stichel, die eine Datierung in die späte Phase des Magdalénien nahelegen. Mit Edelhirsch und Wildschwein, neben dem noch anwesenden Ren, zeichnet sich das nahe Ende der Eiszeit ab.

In der unteren gelben Kulturschicht entdeckte Schmidt vom Eingang bis ins Innere reichende Feuerspuren. In der Mitte befand sich eine 80 cm große Feuerstelle, die mit Steinplatten ausgelegt und von Kalksteinen eingefasst war. Das mit 220 Steingeräten etwas umfangreichere Inventar enthielt rückenretuschierte Klingen und Spitzen, schräge Endretuschen und Stichel. Knochengeräte wurden nicht gefunden. Die Fauna zeigt mit Rentier, Wildpferd, Eisfuchs, Schneehase und Steinbock ein kälteres Klima als in der oberen Schicht an.


GPS-Daten      48°22'12" N, 9°38'29" O

Weg zum Hohlen Fels - Hütten
Der Hohle Fels liegt am südlichen Hang des Schmiechtals.
- von Hütten auf dem Rad- und Wanderweg Richtung
   Schmiechen
- nach circa 400 m Hohler Fels rechts oberhalb am Waldrand

Schwer zugänglich, kein Weg.

  • Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
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