Adorant (copyright urmu)
Adorant

Geißenklösterle Elfenbeinflöte (copyright urmu)

Geißenklösterle (Achtal)
UNESCO-Welterbe Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb

UNESCO-Welterbelogo
Das Geißenklösterle bei Blaubeuren gehört zu den wichtigsten altsteinzeitlichen Fundstellen der Welt. Es ist die erste modern gegrabene Fundstelle, daher sehr gut erforscht und gilt unter Forschern als Referenzfundstelle für die Altsteinzeit Europas. Berühmt wurde das Geißenklösterle durch die frühen figürlichen Kunstwerke aus Mammutelfenbein. Dargestellt wurden sowohl Tiere (Mammut, Wisent, Bär) als auch ein Mischwesen aus Mensch und Tier (Adorant). Mit einem Alter von 40 000 Jahren gehören sie zu den ältesten bekannten figürlichen Kunstwerken der Menschheit. Auch die dort entdeckten drei Flöten gehören zu den ältesten Nachweisen für Musikinstrumente weltweit. Das hoch entwickelte technische Können der damaligen Zeit zeigt eine Flöte, die in einem aufwändigen verfahren aus massivem Mammutelfenbein herausgeschnitzt wurde. Das Instrument ist im Urgeschichtlichen Museum im Original ausgestellt.
Die Höhle wurde hauptsächlich in den 1980er und 1990er Jahren unter der Leitung von Joachim Hahn von der Universität Tübingen ausgegraben.

Weitere Informationen

Zugänglichkeit
Das Geißenklösterle ist vergittert und kann nur an bestimmten Aktionstagen, zum Beispiel dem Tag der offenen Höhle (jeweils der letzte Sonntag der Sommerferien in Baden-Württemberg) besichtigt werden. Wegen der geringen Tiefe der Höhle ist die Fundstelle von außen aber trotz des Gitters gut einsehbar.
Die Wege sind für Rollstuhl und Kinderwagen nicht geeignet.

GPS-Daten     48°23′54″ N, 9°46′20″ O

Weg zum Geißenklösterle
- B 492 Blaubeuren Richtung Ehingen an Weiler vorbei,
- vor ratiopharm/teva links abbiegen,
- über Bahnübergang,
- Brücke über die Ach überqueren und
- am Waldrand parken.
- Fußweg zur linken nach oben vorbei am Felsen mit der
   Gedenktafel für Joachim Hahn.
- Nach zwei Kehren auf Fußweg nach rechts abbiegen
- an Felsriegel vorbei,
- nächste Möglichkeit links steil, teilweise über Stufen zum
   Geißenklösterle hoch.

  • Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
  • Kirchplatz 10
  • 89143 Blaubeuren
  • Telefon: 07344 9669-90
  • Fax: 07344 9669-915
  • info@urmu.de
Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass unsere Dienste Cookies verwenden. Mehr erfahren OK