Fellkochtopf

Antwort

Wie kochte man ohne Kochtopf?

Eine heiße Suppe wärmt uns heute wunderbar, genauso wie vor zig tausend Jahren in der Eiszeit. Doch wie kochte man damals eine Suppe? Kochtöpfe aus Ton oder Metall waren in der Altsteinzeit ja noch nicht bekannt.

Als Kochtopf diente eine frisch abgezogene Tierhaut, die in eine Grube gelegt oder als Beutel aufgehängt wurde.

In der Feuerstelle erhitzte man Kieselsteine mindestens eine Stunde lang und gab sie dann  in den Fellkochtopf. Experimente haben gezeigt, dass zwei Liter Wasser mit vier heißen Steinen innerhalb von Minuten zum Kochen gebracht werden können. Die Flüssigkeit behält über lange Zeit ihre Temperatur, da die Steine ihre Hitze langsam abgeben.
 
Die erhitzten Steine bekommen im Feuer eine rote Färbung. Teilweise zerspringen sie beim Eintauchen in die kältere Flüssigkeit. Auf der Oberfläche dieser Kochsteine können tierische Fette nachgewiesen werden, zum Beispiel vom Rentier. Dieses Fett stammt entweder von Rentierknochen, die als Brennmaterial dienten, oder vom Rentierfleisch in der Suppe.


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