Pflege und Heilung

Geschichte der Krankenpflege
Schon aus der Zeit der Neandertaler haben wir Nachweise für medizinische Pflege und Versorgung von Verletzten.
So überlebte der namensgebende Neandertaler mindestens zwei schwere Verletzungen. Eine davon war ein Armbruch am Ellenbogen. Dieser führte dazu, dass er den linken Arm nicht mehr richtig benutzen konnte. Doch er überlebte diesen Bruch etliche Jahre, muss also von seiner Gruppe mitversorgt worden sein.
Ein anderes Beispiel ist ein Neandertaler aus Shanidar (Irak), der durch ein schwere Verletzung an der linken Kopfseite einen Schädelbruch erlitt und auf einem Auge erblindete. Sein rechter Arm wies die Spuren von Brüchen auf, die zum Verlust des Unterarms und der Hand führten. Auch er lebte trotz dieser Behinderungen noch längere Zeit.
Die Anfänge der Fürsorge finden sich in der Nächstenliebe, die den Armen, Kranken, Witwen, Waisen und Fremden galt. Die ersten Einrichtungen dieser Art mit einer christlichen Kirchenstruktur wurden in den ersten Jahrhunderten nach Christus gegründet. Die Eingliederung dieser altruistischen Gesinnung fand im 6. Jhdt. Einzug in das Klosterwesen und mit den Kreuzzügen auch in das weltliche Stiftergut. Doch unablässig von den Förderern, wurde von den Spitalinsassen ein Kloster ähnliches Verhalten abverlangt. Die beginnende Institutionalisierung der Krankenpflege selbst fand allerdings in Klöstern statt, in welchen Mönche und Nonnen sich als Heilkundige und Pflegende um Benachteiligte kümmerten; ihr Können und Wissen brachten sie dann auch in die Hospitäler. Chirurgische Eingriffe jedoch waren ihnen verboten und oblagen erst ab dem 13. Jhdt. den an den Universitäten ausgebildeten Medizinern.

hotel de dieu de paris
Une salle de l'Hôtel de Dieu de Paris
16. Jahrhundert, Bibliothek Brüssel


blaubeuren - merian 1643
Ansicht der Stadt Blaubeuren
Merian 1643



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