Herzlich Willkommen auf der neuen Website des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren.

Haldensteinhöhle

Öffnungszeiten

Today open until 05 PM

Dienstag bis Samstag 10 AM to 05 PM
Sonn- und Feiertage 10 AM to 05 PM
Monday closed
Eintrittspreise
Regulär 7 €
Kinder 7 bis 17 Jahre 3 €
Ermäßigt 5 €
Gruppen ab 12 P. 5 € p.P.
Schulklasse 2 € p.P.
Familie/Single-Familie 15 € / 9 €
Adresse
Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
Kirchplatz 10
89143 Blaubeuren

Beschreibung

Lonsee-Urspring – Lonetal, Alb-Donau-Kreis

Die Haldensteinhöhle ist eine Spalthöhle. Die Ausdehnung der Spalte ins Innere beträgt circa 35 m. Der Höhlenraum misst circa 6 m auf 4 m und verengt sich bergeinwärts trichterförmig. Ein lehmverstopfter Naturschacht im Boden der Halle lässt auf eine Verbindung mit dem nahen Quelltopf der Lone schließen. Im Mittelalter brach der vorderste Bereich des Höhlendaches zusammen.

1865 wurde ein Teil der eiszeitlichen Schichten bei der Errichtung einer Schutzmauer abgetragen. Nach einem Hinweis von G. Burkhardt räumte Gustav Riek im Frühjahr 1936 die Deckenversturzblöcke beiseite. Dabei kam die Einschlupfspalte des Höhlengangsystems zum Vorschein. Nach 36 Tagen war die Untersuchung der Haldensteinhöhle, die nur wenige Artefakte zur Ausbeute hatte, abgeschlossen.

Unter den spätmittelalterlichen Resten folgten nach fundleeren Schichten drei paläolithische Horizonte. Die oberste Schicht barg nach Rieks Aussage mit einigen Klingen aus Jaspis und einem Knochen mit Zerlegungsspuren nur ein „kümmerliches Magdalénien“. Lange Zeit als verschollen galten die menschlichen Reste, eine rechte Speiche und eine linke Kniescheibe. Sie lagen mit den zahlreichen Tierknochen vom Wollnashorn, Rentier, Edelhirsch und Damhirsch zusammen in der Geologischen Sammlung in Tübingen.

Hauptsächlich bekannt ist die Haldensteinhöhle aufgrund der beiden äußerst sorgfältig und fein gearbeiteten Blattspitzen und einer großen Klinge. Sie datieren ins späte Mittelpaläolithikum. Die Fauna setzt sich aus Wollnashorn, Ren, Hirsch, Pferd, Höhlenbär und Höhlenhyäne, evtl. auch Mammut zusammen. Aus der untersten Fundschicht liegen zwei atypische Hornsteingeräte und ein Knochenpfriem vor.

Besuch

GPS-Daten     48°32'52" N, 9°53'31" O

Weg zur Haldensteinhöhle
Die Höhlenruine liegt am Osthang des Haldensteinmassivs oberhalb von Urspring und des Quelltopfs der Lone.

- auf der B 10 Geislingen Richtung Ulm
- circa 200 m nach Ortsschild Urspring, hinter Gasthof Hirsch rechts in Reuttierstaße
- vor dem Gasthof Halde links den Hang hinauf
- nach 100 m rechts die Haldensteinhöhle

Frei zugänglich.
Die Wege sind für Rollstuhl und Kinderwagen bedingt geeignet.

Bilder

Blattspitze 
Blattspitze 
Klinge