Herzlich Willkommen auf der neuen Website des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren.

Öffnungszeiten

Heute geöffnet bis 17 Uhr

Dienstag bis Samstag 10 bis 17 Uhr
Sonn- und Feiertage 10 bis 17 Uhr
Montag geschlossen
Eintrittspreise
Regulär 7 €
Kinder 7 bis 17 Jahre 3 €
Ermäßigt 5 €
Gruppen ab 12 P. 5 € p.P.
Schulklasse 2 € p.P.
Familie/Single-Familie 15 € / 9 €
Adresse
Urgeschichtliches Museum Blaubeuren
Kirchplatz 10
89143 Blaubeuren

Schwanenflöte

Objektdaten

fundtyp
Musikinstrument
datierung
40 000 Jahre vor heute
epoche
Jungpaläolithikum
Material
Knochen
Größe
12.65 cm
fundort
Blaubeuren, Alb-Donau-Kreis

Beschreibung

Flöte aus Schwanenknochen

Die erste Flöte aus dem Geißenklösterle wurde eher durch Zufall entdeckt. Bei der Auswertung der Tierknochenfunde erkannte die Bearbeiterin Dr. Susanne Münzel die geschnitzten Löcher und konnte schließlich aus über 20 Fragmenten eine Flöte zusammensetzen. Diese hat eine erhaltene Länge von 126,5 mm und weist drei Grifflöcher auf. Ausgangsmaterial für das Musikinstrument war ein Flügelknochen - Speiche bzw. Radius - eines Singschwans. Die Bearbeitungsspuren sind auf dem Knochen noch erkennbar: Nach dem Säubern und Glätten der Oberfläche wurden die Löcher flach eingeschabt. Beim Bohren würden die Lochränder unregelmäßig abbrechen, was den Luftstrom in der Flöte behindert.

Aufgrund der geringen Länge der Flöte ergibt sich eine relativ hohe Tonlage. Außerdem ist ein Instrument mit so kleinem Durchmesser schwerer anzuspielen als eine Flöte mit größerem Durchmesser. Andere altsteinzeitliche Knochenflöten wurden aus Ellen hergestellt, die einen größeren  Durchmessser aufweisen. Das Anblasende der Flöte ist nicht mehr erhalten, weshalb die eigentliche Spielweise nicht bekannt ist.

Da das Original nicht vollständig erhalten ist und jeder Knochen eine geringfügige Abweichung in Form und Abmessung hat, können die spielbaren Töne nicht sicher bestimmt werden. Durch die Grifflöcher sind nur die Tonabstände feststellbar.

Das Joachim-Hahn-Gymnasium in Blaubeuren hat diese Flöte auch zu ihrem Logo gemacht.

Daneben fanden sich im Geißenklösterle noch drei Fragmente einer weiteren Schwanenknochenflöte, die sich jedoch nicht zusammensetzen lassen.

Ausgestellt im Landesmuseum Württemberg Stuttgart